Donnerstag, 24. Mai 2012

Neuseeland Einschätzung nach über einem Jahr

Positiv

·         Wunderbare Natur, alle Landschaftsformen Europas sind auf kleinstem Raum vorhanden

·         Die Küstenlänge entspricht der der USA, das Meer ist immer in der Nähe

·         Unendliche tolle Sandstrände ohne Gebühren und Belästigungen

·         Auch Alpen und Wintersportgebiete immer in der Nähe

·         Urwälder mit gut erschlossenen Wanderwegen

·         Viele Tourismus-Angebote; nicht überlaufen

·         Alle möglichen Freizeitsportarten werden angeboten

·         Doppelt so viele Sonnenstunden im Vergleich zu Köln

·         Regen heftig, aber kurzzeitig

·         Klarste Luft; deswegen auch unglaublich intensive Sonnen-Auf/Untergänge und Regenbögen

·         Klarstes Wasser, laufende Kontrolle

·         Super Umweltschutz unter Einbeziehung der Einwohner

·         Sehr gut strukturierte Webseiten der Verwaltungen für Informationen und Feedback

·         Umfangreiche Bürgeranhörungen als Basis für politische Entscheidungen

·         Hunderegulierungen, zum Beispiel für Strandnutzung; kaum Probleme mit Hunden und ihren Hinterlassenschaften

·         Keine extreme Hitze, keine private Klimaanlagen erforderlich

·         Im Norden milde Winter; geringe Bau- und Heizungskosten

·         Keine gefährlichen Tiere an Land und im Meer

·         Kaum landwirtschaftliche Schädlinge und Krankheiten

·         Alle europäischen und subtropischen Pflanzen wachsen hier

·         Dazu neuseeländische Fauna; unglaubliche Vielfalt and Nutz- und Zierpflanzen

·         Teilweise dreifache Ernten

·         Frischer und sauberer Fisch aller Arten

·         Freiland-Tierzucht, auch von Wildtieren

·         Atomkraft und Atomwaffen sind tausende Kilometer entfernt

·         Strom durch Wasserkraft

·         Eigene Gasvorkommen

·         Viel Land, besonders auch an der Küste

·         Günstige Immobilien; großes Angebot, da der Wechsel sehr kostengünstig ist

·         Kein Religionsterror

·         Keine Terroristen

·         Keine illegalen Einwanderer

·         Alle Einwanderer müssen die Nützlichkeit für das Land beweisen, daher keine Einwandererfeindlichkeit

·         Einwanderer müssen gutes Englisch sprechen, dadurch bessere Integration

·         Einwanderer-Kinder besuchen auch die höheren Klassen und Universitäten, dadurch  bessere Integration

·         NZ muss keine anderen Länder subventionieren

·         NZ hat nur eine geringe öffentliche Verschuldung

·         Stark vereinfachte und geringe Steuer

Kein Steuerberater erforderlich, keine Grunderwerbssteuer

·         Höchster Anteil von Selbstständigen; kaum Businesshürden

·         Höchster Anteil von Hausbesitzern

·         Erheblich weniger Abgaben für Versicherungen und Versorgungen

·         Viel geringere Gesundheitskosten

·         Hohe Lebenserwartung

·         Keine Zwangsabgaben wie GEZ, Schornsteinfeger, GEMA, Kammern

·         Keine Zwangskosten wie Notargebühren, Fahrstunden, Bootsführerschein, Angelschein

·         Vermeidung juristischer Auseinandersetzungen und Abmahnungen

·         Beste Pisa-Resultate; NZ ist Schulbank für viele asiatischen Länder

·         Förderung statt Auslese in der Schule; bessere Kooperation Schüler - Lehrer

·         Kaum Analphabeten

·         Internationale Forschung

·         Weltweit geringste Korruption

·         Kaum Kriminalität (Devonport hat dabei  noch die geringste in NZ)

·         Hohe politische Freiheit, große Pressefreiheit

·         Hohe Menschenrechte

·         Gute Geburtenquote

·         Kaum sozialen Spannungen

·         Unglaubliche Freundlichkeit

·         Entspannte Lebensweise

·         Tolles Arbeitsklima

·         Super Öffnungszeiten

·         Sehr viele tolle Radiosender

·         Viele Oldtimer Fahrzeuge

·         Keine militärische Bedrohungen; kaum militärische Verpflichtungen

·         Geringe Gefahr bei übertragbaren Krankheiten (von Tropenkrankheiten bis HIV)

·         Mitteleuropäische Kultur

·         Friedliches Auskommen mit den Ureinwohnern; deren Kultur ist bereichernd

·         Als Deutscher sieht man so aus wie die Mehrheit der übrigen Bevölkerung

·         Deutsche sind sehr gut angesehen; die Leute lieben den deutschen Akzent

·         Englisch ist für Deutsche leicht zu lernen

·         Englisch ist die internationale Sprache für Wissenschaft, Wirtschaft und Tourismus

·         Assoziation mit Australien und Südpazifikländern; Aufenthaltsrechte gelten wechselseitig

·         Gleiche Stromeigenschaften wie in Deutschland; alle Geräte können verwendet werden



Negativ


·         Hohe Selbstmordquote bei Jugendlichen

·         Häufige Asthma-Erkrankung

·         Häufiger Sonnenbrand und schwarzer Hautkrebs wegen klarer Luft

·         Erdbeben im Süden bei Christchurch

·         Überdurchschnittliche Gefahr von Vulkanausbrüchen

·         Milch wird fast nur in Plastikflaschen verkauft

·        Kaum Käsetheken, wenig Auswahl und hohe Preise bei Milchprodukten trotzt hoher Milchproduktion

·         Kein Amazon

·         Geringere Auswahl bei Technikprodukten

·         Höhere Preise bei seltenen Technikprodukten

·         Ureinwohner haben hohen Anteil an negativen Statistiken; werden verhätschelt

Fazit


„Godzone“ – wie das Land von den Bewohnern auch genannt wird - ist fast das Paradies auf Erden. Hier ist die Welt noch ziemlich heil. Vor dem Einwandern stehen aber hohe Hürden, weil so viele Menschen hier leben wollen.

Sonntag, 13. Mai 2012

Mail 13.5.2012: Alles Liebe zum Muttertag

Hallo ihr Lieben,

Bei uns hatten die Kinder schon ein wunderschönes Muttertags-Frühstück vorbereitet. Ich habe die Gelegenheit genutzt und dabei auch die Küche fotografiert, die jetzt endlich fast fertig ist. Auch der neue Gas-Kamin wärmt uns schon wunderbar. Hier die Bilder:
https://picasaweb.google.com/108173066733985639005/AnUnseremHaus

Rechtzeitig zum Muttertag haben jetzt auch Antjes Mutter und Tante ihren Flug zu uns gebucht. Sie werden vom 10. Dezember bis 7. Januar bei uns sein. Wir freuen uns schon sehr.
Antje hat zum Juni eine neue Stelle bekommen. Die Praxis ist kleiner und persönlicher. Die Bezahlung ist noch besser, keine Wochenenddienste mehr und auch viel weniger Fahrzeit. Freundlich sind hier sowieso Alle.

So, jetzt muss ich mich aber beeilen; gleich geht es los mit dem Segeln.

Liebste Grüße in die alte Heimat.
Lothar, Antje, Max, Luisa, Fiona & Julie

Mittwoch, 2. Mai 2012

Mail 3.5.2012: Hallo Deutschland

Hallo ihr Lieben,

Inzwischen ist es hier zwar etwas kälter geworden, wir haben aber sehr viel Sonnenschein. Wir hatten mit Yvonne & Franz und Kindern zusammen zwei  wunderschöne Wochen – leider viel zu kurz. Wir haben tausende Fotos gemacht. Einen Ausschnitt meiner Fotos könnt ihr hier sehen:
https://picasaweb.google.com/108173066733985639005/YvonneFranz
Vielleicht bekommt ihr ja auch Appetit…

Wir bekommen jetzt auch immer mehr Appetit auf die heimische Küche. Wir essen sehr viel Avocados mit Zitrone, Salz und Pfeffer, vielleicht auch Creme Fraiche. Hier gibt es sie im Überfluss und sie sind auf den Punkt gereift. Zum Entkernen einfach mit einem gewellten Messer in den Kern schneiden, dann den Kern damit drehen.
Sehr lecker und in allen Varianten verfügbar sind auch Humus-Dips:
http://www.lisas.co.nz/
http://de.wikipedia.org/wiki/Hummus

Sehr viel Spaß macht uns das Segeln. Wir hatten jetzt sogar unsere ersten Rennen. Über das Segeln lernt man nicht nur viel über Boote und Knoten, sondern man erfährt auch viel über die Natur des Windes und des Meeres. Einfach super toll.
Neuseeland ist auch ein Vögel-Land. Sie finden reichlich Nahrung, haben kaum Feinde und nutzen den Wind. An unserem Haus segeln sie das Kliff entlang, wo sie von den Aufwinden getragen werden. Im Meer tauchen sie minutenlang nach Fischen. Leider fressen sie auch fast alle unsere Feigen auf. Besonders schön sind natürlich die bunten Papageien-Vögel.

Habt ihr inzwischen auch UFOs beim Auto-Service? Diese runde Scheibe biept und blinkt, wenn man das Auto wieder abholen kann.

Im Supermarkt ist jetzt neben dem Komplettservice mit Einpacken der Einkäufe auch immer mehr die Selbstbedienung an der Kasse im Kommen. Man scannt selbst und zahlt dann am Automaten.
Hubschrauber dienen hier nicht nur Rettungs- und Touristenflügen. Eine kleine Version fliegt mit einer Art Schöpfkelle am Seil die Küsten entlang und entnimmt Wasserproben. Auf die Sauberkeit des Meerwassers wird höchsten Wert gelegt. Immer mehr Regenwasser-Abflüsse werden mit Bildern versehen; sie erinnern daran, dass dort nichts Anderes weggeschüttet werden darf.

Die Kinder fühlen sich in der Schule immer wohler. Es ist unglaublich, wie gut sie auch im English-Unterricht schon geworden sind. Selbst Julie liest sowohl deutsche als auch englische Bücher.
Ich werde jetzt Mitglied im Rotary-Club.  Ich bin sonst nicht gerade Fan von Organisationen, aber Rotary unterstützt wichtige Werte ohne Bevormundung:
http://de.wikipedia.org/wiki/Rotary_International

Seit 1. April ist hier keine Sommerzeit mehr. Wir sind euch nur noch 10 Stunden voraus.
Noch einmal ganz viele, herzliche Glückwünsche zur Hochzeit an meine liebe Schwester Astrid und Norbert. Alles Liebe und Gute für euren gemeinsamen Lebensweg.

Liebste Grüße in die alte Heimat. Wir vermissen euch.
Lothar, Antje, Max, Luisa, Fiona & Julie

PS:
Weitere Neuseelandinfos findet ihr in unserem Blog:
http://bongartz.blogspot.com/

Hier ist unser Blog auch gelandet:
http://www.workandtravelmag.com/die-10-besten-work-and-travel-neuseeland-erfahrungsberichte-im-ueberblick

Bilder findet ihr in unserem Fotoalbum:
https://picasaweb.google.com/108173066733985639005

Sonntag, 11. März 2012

Mail 11.3.2012: Neuseeland-Herbst


Hallo ihr Lieben,

Inzwischen ist hier der Herbst eingekehrt. Zum Glück können wir immer noch draußen schwimmen. Unsere Gäste aus Deutschland sind zurückgekehrt.  Vorher haben Max, Stefan und ich noch meine neue Angel bei einer Boots-Angeltour ausprobiert. Wir haben gelernt, dass sich Tintenfische gut als Köder eignen, um die leckeren Snapper-Fische oder Gelbschwanz-Makrelen zu angeln. Das Ausnehmen der Fische war dann eine Herausforderung, die wir gemeinsam gemeistert haben. Wir haben danach eigenen frischen Fisch vom Barbecue gegessen. Hier die Bilder:


Hier die Webseite der Angeltour:




Ich habe ja schon eine Album für besondere Autos angelegt:


Jetzt war wieder die jährliche Auto-Show an Julies Schule. Dazu ein eigenes Album:




Luisa wird mit ihrer Freundin Christiane aus Deutschland - die hier ihr Auslandsjahr verbringt – auf ein Lady Gaga-Konzert gehen:




Unser Erdgeschoss ist immer noch unbewohnbar. Küche und Boden sind im Rohbau fertig. Wir warten jetzt noch auf die Arbeitsplatten und das Ölen der Holzplanken. Max und ich haben am Wochenende mit einem „Trench-Digger“ einen 60 cm tiefen Graben ums Haus angelegt, um zusätzliche Stromkabel für all die neuen Elektrogeräte verlegen zu können. Das Gerät ist eine Mischung aus Bagger und riesiger Kettensäge. Hier die Bilder:




Heute haben Max, Fiona und ich unsere erste Segel-Stunde genommen. Wir haben erst einmal Theorie gelernt. Nächstes Wochenende geht es dann raus aufs Wasser. Zum Glück ist die Segel-Schule - genau wie die Windsurfing-Schule - nur hundert Meter von unserem Haus entfernt.

Hier die Webseite vom Yachtclub:


Wir haben allerdings nächste Woche starke Konkurrenz, weil dann das Volvo Ocean Race in Auckland stattfindet:




Am Ende des Monats kommen unsere nächsten Gäste aus Deutschland. Mit ihnen werden wir dann zum ersten Mal auf die Südinsel fahren, wo unsere Gäste aus Wuppertal ja schon gewesen sind. Wir freuen uns sehr.



Für unsere nächsten großen Ferien im Juli haben wir jetzt eine große China-Rundreise gebucht. Wir werden unter anderem Shanghai, Peking, Guangzhou und Hong Kong besuchen.

Astrid wird wieder heiraten. Herzlichen Glückwunsch und die allerbesten Wünsche von uns dazu!

Leider haben wir  auch Post von der Familienkasse bekommen. Wir müssen alles Kindergeld zurückzahlen, obwohl wir in Deutschland weiter Steuern zahlen. Auch haben wir festgestellt, dass wir in Deutschland gar nicht mehr Auto fahren können. Als einziges Land weltweit verlangt Deutschland die Rückgabe der nationalen Führerscheine, sobald man hier eine zusätzliche Fahrerlaubnis erwirbt. Auch die internationalen Führerscheine werden dann ungültig, da diese an den jeweiligen nationalen Führerschein gekoppelt sind. Mein Kommentar dazu würde hier in Neuseeland im Radio mit einem Piep-Ton überblendet….

Liebste Grüße in die alte Heimat. Wir vermissen euch.

Lothar, Antje, Max, Luisa, Fiona & Julie

PS:

Weitere Neuseelandinfos findet ihr in unserem Blog:




Bilder findet ihr in unserem Fotoalbum:


  

Sonntag, 19. Februar 2012

Mail 19.2.2012: Neuseeland-Sommer


Hallo ihr Lieben,
Gerade haben wir auf unserer Cliff-Terrasse Fisch & Fritten gegessen.  Fisch ist hier natürlich weit verbreitet und sehr frisch und lecker. Ich habe auch zum Geburtstag eine Angel geschenkt bekommen, habe mich aber bisher noch nicht als Selbstversorger versucht. Besonders bei den vielen Asiaten gibt es aber immer hervorragende Fischgerichte. Auch die vielen Angler hier sind meist Asiaten. Neulich habe ich auf einem Auto-Nummernschild gelesen: „Wer arbeitet, kann wohl nicht fischen“

Vorher waren wir wieder auf dem riesigen Strand bei Long Bay – ungefähr eine halbe Stunde nördlich von uns. So viele Menschen wie heute haben wir bisher noch nicht am Strand gesehen. Es ist aber noch  immer sehr viel Platz. Es gibt auch keine Strandverkäufer. Man muss weder für Parkplätze noch für Strandplätze bezahlen. Der Strand und das Wasser sind immer super sauber.
Nach dem Schwimmen im Meer bin ich noch bei uns im Pool geschwommen. Unsere Nachbarn haben zusätzlich zum Pool einen großen Whirlpool im Garten stehen, auf den wir direkt schauen. Bevor die neuen Mieter eingezogen sind, wurde der Whirlpool praktisch nie genutzt und ich habe immer gelästert, dass wir es wohl nie erleben werden, dass sich Erwachsene dort so exponiert vergnügen. Selten habe ich mich so sehr getäuscht. Die neuen Nachbarn haben dauernd Besuch und fast jedes Mal wird der Besuch zum gemeinsamen Planschen eingeladen. Gerade waren dort wieder gefühlte zehn Leute im Whirlpool.

Unsere Gäste aus Deutschland sind gerade mit dem Camper-Van für zwei Wochen auf der Südinsel unterwegs. Wir nutzen die Zeit und erneuern das Erdgeschoß. Vorige Woche wurden die alte Küche und der komplette Boden entfernt. Der neue Boden ist jetzt zur Hälfte gelegt. Es sind große Planken aus massivem Rimu-Holz. Dieses Holz ist von Bäumen, die nur in Neuseeland wachsen. Neues Holz darf davon nicht geschlagen werden. Unser Holz ist aus großen Pfeilern geschnitten, die vorher in einem Krankenhaus verbaut waren. Am Dienstag kommt endlich die neue Küche. Danach wird dann der Boden beschliffen und abschließend geölt. Erst zwei Tage später können wir unser Erdgeschoß dann wieder verwenden. Wir freuen uns schon auf unsere Gäste in der neuen Küche!
Auch im neuen Focus werdet ihr wieder über Neuseeland informiert. Diesmal geht es um die Kiwis:
http://www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1518,815428,00.html


Liebste Grüße in die alte Heimat,
Lothar, Antje, Max, Luisa, Fiona & Julie

PS:
Weitere Neuseelandinfos findet ihr in unserem Blog:
http://bongartz.blogspot.com/

Bilder findet ihr in unserem Fotoalbum:
https://picasaweb.google.com/108173066733985639005

Mittwoch, 1. Februar 2012

Mail 1.2.2012: Neuseeland Infos


Max ist endlich wieder aus Deutschland zurück und wir freuen uns auf unsere Besucher.
Für alle, die uns besuchen kommen oder sich dafür interessieren, habe ich Infos und wichtige oder kuriose Unterschiede zu Deutschland zusammen gestellt.

Ganz aktuell im Spiegel wird dort unsere Nachbargemeinde Devonport beschrieben:
http://www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1518,808982,00.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Devonport_(Neuseeland)
http://de.wikipedia.org/wiki/North_Shore_City
http://de.wikipedia.org/wiki/Auckland_(Region)
http://de.wikipedia.org/wiki/Neuseeland

Hier waren wir letztes Wochenende:
http://www.stern.de/reise/fernreisen/neuseeland-das-schoenste-ende-der-welt-613401.html

Hier weitere Reiseberichte:
http://www.focus.de/reisen/reisefuehrer/neuseeland/tid-24165/neuseeland-wale-wilde-delfine-und-wahnsinnige-schwimmer_aid_683658.html

http://www.focus.de/reisen/reisefuehrer/neuseeland/tid-21077/neuseeland-heisse-party-am-hot-water-beach_aid_591976.html


Ich hatte schon einmal angefangen, Unterschiede zwischen Deutschland und Neuseeland aufzulisten. Hier noch ein paar mehr:
Neuseeland gehört immer noch zum Vereinigten Königreich. Viele Eigenheiten beruhen daher auf Englischen Ursprüngen.

Am offensichtlichsten ist natürlich der Linksverkehr. Das Fahren auf der linken Seite ist dabei noch das geringste Problem - wenn man einmal auf der Spur ist. Schwieriger ist schon der Mittelspiegel auf der linken Seite. Bei "echten" Rechtslenkern sind auch Wasch- und Blinkhebel vertauscht. Noch heute schalte ich manchmal im Reflex die Scheibenwischer an. Manche Hersteller sparen sich die komplette Umstellung der Fahrzeuge. Der Fahrersitz ist dann rechts, aber die Bedienelemente sind wie bei Linkslenkern.
Besonders die Vorfahrtsregeln sind hier speziell. Biegen zum Beispiel entgegenkommende Fahrzeuge in dieselbe Seitenstraße ein, hat der Rechtsabbieger Vorfahrt – also derjenige, der die Fahrbahn kreuzt.

Gelbe Linien am Straßenrand verbieten das Parken. Kleine blaue Schilder zeigen an, wieviele Minuten man parken darf. Es gibt keine Parkscheiben. Achtung: Die Bordsteine sind oft aus Lavasteinen hergestellt und dann sehr scharfkantig.

Höchstgeschwindigkeit ist 100 km/h; auf der Autobahn sind die Spuren gleichwertig. Polizeiwagen haben eingebaute Messgeräte, die aus Kilometer-Entfernung die Geschwindigkeit messen. Im Gegensatz zu Deutschland gibt es fast keine Toleranz und es wird nichts wegen eventueller Messfehler abgezogen. Da es wegen der hügeligen Landschaft oft steil bergab geht und die Wagen bei Automatik fast keine Motorbremse haben, ist es schnell passiert: Am Wochenende habe ich es zum ersten Mal erlebt, dass ich auf der Autobahn mit Blaulicht verfolgt wurde und links (!) 'ranfahren musste. 116 km/h kosten 120 Dollar und 20 Punkte. Ab 100 Punkten ist der Führerschein für drei Monate gesperrt.

Fahren ohne Sicherheitsgurt kostet übrigens 150 Dollar. Hier die Preisliste:
http://www.police.govt.nz/service/road/infringements_faq.html

Die Regierung erstellt aber sehr informative Webseiten - so auch spezielle Infos für deutsche Autofahrer:
http://www.nzta.govt.nz/resources/whats-diff-driving-nz/docs/driving-in-nz-german.pdf

An Kreuzungen sind alle Fussgängerampeln gleichzeitig grün und die Fahrspurampeln rot. Dadurch kann man diagonal über die Kreuzung gehen und niemand wird beim Abbiegen übersehen:
http://stephanfranke.blogspot.com/2010/07/volkerwanderung-auf-neuseelands.html

Allgemein kann man sagen, dass sich die Freundlichkeit auch im Straßenverkehr zeigt.
Hier gibt es unendlich viele unterschiedliche Fahrzeuge, da die Fahrzeuge aus aller Welt importiert werden, keines mehr das Land verläßt und die Autos anscheinend auch nicht rosten. Wir haben bisher noch nie ein Auto gewaschen – das erledigt der saubere Regen. Es gibt fast keine Waschanlagen und wenn dann praktisch nur Hochdruckspritzen, um den Wagen von unten zu säubern, wenn er nach Fahren über die Strände voller Salzwasser ist.

Trotz der starken Geschwindigkeitseinschränkungen sind hier Riesen-Spoiler und getunte Wagen sehr beliebt. Am coolsten sind aber BMWs („Beamer“) und am liebsten in Sport-Version.
Jugendliche verabreden sich gerne zum Straßenrennen. Auf der Heckscheibe steht dann die Telefonnummer – angeblich zum Verkauf.

Die Nummerschilder geben hier keinen Hinweis auf die Gegend. Viele haben Nummernschilder mit Botschaften, oft sehr unterhaltsam.
Am erstaunlichsten sind die Speziallaster zum Transport ganzer Häuser. Sie sind so gebaut, dass sie die gebrauchten Häuser selbst aus dem Boden aufnehmen können.

Schätzungsweise 10% aller Häuser werden immer zum Kauf angeboten. Man wird überschüttet mit Angeboten und überall stehen bunte Schilder vor den Häusern. Laut Statistik wird ein Haus nach sieben Jahren schon wieder verkauft. Die Häuser sind zu 95% finanzierbar, es gib keine Grunderwerbsteuer und auch keinen Notarzwang. Fast jeder hat hier ein Haus, Mietwohnungen gibt es fast gar nicht; meist werden kurzfristig Häuser vermietet, die gerade nicht verkauft werden. Rauhfasertapete ist hier übrigens praktisch unbekannt.
Im Vergleich zu Köln gibt es hier doppelt soviele Sonnenstunden, doppelt soviel Niederschlagsmenge und mindestens doppelt soviel Wind. Aufgrund der super sauberen Luft brennt die Sonne sehr intensiv. In 10 Minuten kann man einen Sonnenbrand haben – „Burning time“. Sonnenaufgänge und –untergänge sowie Regenbögen sind auch sehr farbintensiv. Und natürlich wächst hier alles wie verrückt. Die Bauern haben bis zu drei Ernten im Jahr und es gibt fast keine Schädlinge. Dauernd muss der Rasen gemäht werden. Einer unserer Nachbarn ist sogar beruflich Rasenmäher, denn auch im Winter wächst ja der Rasen. Hier wächst fast alles aus allen Klimazonen. Wir freuen uns jetzt auf unsere Feigen, nachdem die Erdbeeren nachlassen.

Im Supermarkt gibt es fast alle Früchte und Gemüsearten aus einheimischer Produktion. Die Einkauswagen haben keine Münzen. An der Kasse wird immer alles auf 10 Cent gerundet; es gibt keine kleineren Münzen. Ansonsten wird aber fast überall mit Bankkarte (Eftpos) bezahlt, sogar beim Gemüsemann an der Straße. Die Einkäufe werden vom Personal eingepackt, oder man geht an Selbstbedienungskassen, wo man auch selbst einscannt.
Es gibt ganz viele kleine christliche Kirchen der unterschiedlichsten Konfessionen. Es wird viel gesungen und die Texte werden dazu groß an die Wände projeziert. Wir haben hier sogar eine überkonfessionelle Kirche für Schwule und Lesben gesehen.

Moslems gibt es fast gar nicht. Die ehemaligen eingeborenen Maori sind christianisiert. Die meisten Zuwanderer kamen aus West-Europa. Neuerdings kommen viele aus China und Korea. Es gib mehr Einwanderer aus Südafrika als es Maori gibt. Die Südafrikaner freuen sich über ähnliche Landschaft und Klima, haben aber wegen unvorstellbarer krimineller Gewalt ihre Heimat verlassen.
Die Strandlänge Neuseelands entspricht der der USA, es ist nie weit zum nächsten Strand.

Der Neuseeländische Dialekt ist dem europäischen Englisch noch am ähnlichsten. Typisch ist das Dehnen, zum Beispiel „veery beest“.
Hier wird dauernd Höflichkeit ausgeprochen. How are you?, you are welcome, thank you, pleasure, sorry, excuse me usw. Auf der Straße grüßen auch fremde Leute.

Im Radio werden alle „unanständigen“ Worte durch einen Pieps überdeckt.
Es gibt hier unzählige gut kleine Radiosender. Ihr könnt schon mal im Internet in einige ´reinhören, zum Beispiel „Solid Gold Fm“ mit Oldies oder „Radio Hauraki“ mit Hardrock:
http://www.nzradioguide.co.nz/

Neuseeland hat einen starken Frauenüberschuss:
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,588867,00.html

Im Sommer trägt hier ausser den Touristen fast keiner Jeans. Wenn es kein Anzug sein muss, sind es kurze Hosen. Viele gehen hier barfuß:
http://www.work-travel-nz.com/2010/11/neuseeland-zum-schmunzeln-und-zum-lieben/

Quark wird im Englischen als "German Quark" bezeichnet. In NZ ist er ebenso wie der damit gebackene Käsekuchen unbekannt.
Hier wird viel mit Koriander gewürzt. Bei Deutschen kann da eine regelrechte Abneigung bestehen, inzwischen mag ich es sehr:
http://de.wikipedia.org/wiki/Echter_Koriander

Kommt am besten her und macht euch euer eigenes Bild.

Liebste Grüße in die alte Heimat,

Lothar, Antje, Max, Luisa, Fiona & Julie

PS:
Weitere Neuseelandinfos findet ihr in unserem Blog:
http://bongartz.blogspot.com/

Bilder findet ihr in unserem Photoalbum:
https://picasaweb.google.com/108173066733985639005