Freitag, 27. Juli 2012

Mail 27.07.2012: Unsere China-Rundreise

Hallo ihr Lieben,

Wir sind inzwischen wieder aus China zurück und genießen den schönen Winter bei Sonnenschein und milden Temperaturen. Hier ein paar Fotos von heute mit den reifen Zitronen in unserem Garten:
Antje hat sich in der neuen Stelle gut eingelebt. Die Patientenzahlen in der Praxis gehen seitdem steil nach oben. Am Anfang hat sie den Ärztekongress in Rotorua besucht. Julie und ich haben sie begleitet. Wir hatten eine schöne Zeit: https://picasaweb.google.com/108173066733985639005/RotoruaArztekongress#

Julie und Fiona hatten wieder Ballett- und Tanzaufführungen. Hier ein Abend mit Fiona auf der Bühne:
https://picasaweb.google.com/108173066733985639005/TEEGEEESSDanceEvening#


Und China? War der Hammer. Wir hatten zu sechst sehr intensive 17 Tage. Hier der Reihe nach:
Wir hatten eine sehr gute und günstige Agentur gefunden:
www.sinotour.com.cn

Diese hat uns Hotels, Inlandsflüge und  für jede Region Führer mit eigenem Klein-Bus und Chauffeur organisiert. Wir wurden am Tag  dann zu mehreren Sehenswürdigkeiten gefahren und bekamen alles erklärt. So intensiv hätten wir das selbst nie hinbekommen.

Erste Station war Beijing („Peking“). Tiannamen Platz, verbotene Stadt, Himmelstempel, Bootsfahrt, Sommerpalast, große Mauer, Mausoleen aus der Ming-Dynastie, Zoo mit Pandas, Lama Tempel und Rikscha-Fahrt gehörten zu den Highlights. Hier unsere Beijing-Bilder:
https://picasaweb.google.com/108173066733985639005/ChinaBeijing#

Ein Teil des Programms unserer Tour bestand in Besuchen diverser Fabriken von Porzellan, Perlen, Seide, Tee usw. Unsere Agentur bekam dann eine Prämie und konnte uns dafür die Tour günstiger anbieten. Bei den Besuchen gab es verschiedene Präsentationen. Besonders gefallen haben uns die Tee-Zeremonien – und wir sind jetzt auf lange Zeit mit köstlichem, gesundem Tee versorgt.

Immer wieder hatten wir auch Zeit zur freien Verfügung. Bei vier weiblichen Mitgliedern unserer Familien-Gruppe war dann natürlich oft Shoppen angesagt. Teilweise haben wir die Sachen für ein Zehntel des Anfangs-Preises bekommen. Das Handeln war meist  dramatisch. Zweimal musste man jeweils weggehen, um sich vom Verkäufer zurückrufen zu lassen. Wenn alles gut ging, bekam man dann das Gewünschte. Der Verkäufer hatte dabei „mit Verlust“ verkauft, wie uns immer wieder versichert wurde. Von unseren Führern („Guides“) erfuhren wir danach, dass wir immer noch zwei- bis dreimal soviel wie Einheimische bezahlt haben. Touristen zahlen einfach immer drauf. Deshalb werden sie auch soweit wie möglich von den Einheimischen getrennt, wenn irgendetwas bezahlt werden soll. Billig ist es für Touristen eigentlich nur dann, wenn gefälschte Markenware verkauft wird. Hier sind aber alle Beteiligten mehr oder weniger  „unmoralisch“: Die weit überteuerte Markenware, der Fälscher und auch der Konsument, der sich mit dem Namen schmücken will. Und in diesem Umfeld kann es auch passieren, dass man gefälschtes Wechselgeld bekommt. Die Scheine sind wirklich gut gemacht...

Wie in den meisten armen Ländern wird man auch immer wieder angebettelt und mit diversen Angeboten hartnäckig auf der Straße belästigt. Armes Land? Noch nie habe ich so viele teure Luxus-Autos  gesehen wie in Beijing. Die meisten von deutschen Marken, aber in spezieller Lang-Ausführung –auch wenn enge Kurven dann nur mit Vor- und Zurücksetzen zu schaffen sind. Der Verkehr ist ein einziger Stau. Allein in Beijing kommen täglich drei- bis viertausend neue Autos hinzu. Das Chaos gehorcht keinen Verkehrsregeln sondern einer einzigen einfachen Regel: Wer vorne liegt, hat Vorfahrt. Also drängt sich jeder nach vorne – auch bei roter Ampel. Die Abstände zu den anderen Autos liegen seitlich  im Millimeter-Bereich.  Zweiräder sind viel seltener als wohl noch vor einigen Jahren. Benzin-Motoren sind bei Zweirädern in den Innenstädten verboten. Dafür gibt es überall lautlose Elektro-Roller.

Wie kam wohl der weiße Schirocco nach Beijing? Auf einem meiner Fotos könnt ihr noch das Heinsberger Kennzeichen im Heckfenster erkennen: HS-SQ 295 
Wie uns einer der Guides erklärte, sind 15% der Chinesen super reich. Am Anfang gibt es keine Steuer. Langsam steigt dann der Prozentsatz. So sollen am Ende alle reich werden. Hoffentlich klappt es – denn ausgerechnet in diesem kommunistischen Land ist die soziale Kluft besonders groß. Die Macht der Partei ist deutlich zu spüren. Man sieht überall Uniformierte. Die Ein-Kind Politik wird brutal erzwungen. Ausreise ist für Chinesen nicht ohne weiteres möglich. Die ganze Bevormundung ist auch leicht, weil in China traditionell die Eltern das Sagen haben. Diese bestimmen die Ausbildung und suchen den Ehepartner aus. Mit 23 bis 24 Jahren soll geheiratet werden. Dafür schenken die Eltern dem jungen Ehepaar ein Appartement. Das Appartement muss aber nach 70 Jahren wieder zurückgegeben werden. In den Metropolen stehen unendlich viele Appartement-Hochhäuser dicht and dicht. Jeder der 20-Millionen Städte hat über viermal soviel Einwohner wie ganz Neuseeland. Wegen der Dichte der Besiedlung sind die Innenstädte bis in die Nacht hinein überlaufen wie ein Jahrmarkt. Andererseits ist der Bauboom wohl überhitzt – 64 Millionen Wohnungen stehen leer. Ein Zerplatzen der Blase könnte China wirtschaftlich zurückwerfen.

Die Verwaltung der Städte gibt sich große Mühe, die Städte sauber zu halten – dann bekommt die Stadt vom Staat den „Hygiene“ – Status. Man sieht auch überall Straßenfeger – meistens alt und ausgezehrt – die unermüdlich Dreck entfernen. Die Bevölkerung hält sich aber nicht sehr an die Vorgaben. Überall wird auf den Boden gespuckt. Kleine Kinder verrichten mit Hilfe der Eltern mitten in der Fußgängerzone ihr Geschäft. Dafür gibt es kaum Hunde - in Beijing auch sonst fast keine Tiere. Ich habe dann gelesen, dass jedes Jahr eine andere Schädlingsart ausgerottet wird. Zuerst waren es die Ratten, dann die Schaben, Fliegen, Mücken und gerade aktuell die Ameisen. In der Folge gibt es dann auch kaum noch Vögel.

Die Leute sind nicht sehr zurückhaltend. Man wird zum Beispiel hemmungslos angestarrt. Dauernd wurden wir fotografiert. Immer wieder schmiss sich jemand an einen, während ein anderer das Foto schoss. Die meisten waren aber so lieb, um ein gestelltes Foto zu bitten. Den Mädchen wurde immer wieder gesagt, sie säen aus wie Filmstars. Sogar ein Passkontrolleur am Flughafen sagte zu Luisa „you are very pretty“. Ein Guide sagte uns, dass in China das seitliche Gesichts-Profil sehr wichtig ist. Ein flaches Profil gilt als minderwertig.

Während unserer Zeit Anfang Juli war es trocken, schwül und sehr warm – meist über 30 Grad. Im August ist es dann super heiß. In Beijing waren überall an der Straße Warnschilder mit Feuer über einem Autosymbol zu sehen. Unser Guide erklärte uns, dass es die Leute daran erinnern soll, das Auto nur im Schatten abzustellen. Anderenfalls drohe Explosionsgefahr – natürlich nicht bei deutschen Qualitätsautos. Wer unabhängig von Schulferien ist, sollte im Mai oder Oktober kommen. Wir hatten noch super Glück. Kurz nach unserer Abreise wurde Beijing von starken Regenfällen und Überschwemmungen heimgesucht.

Das warme Wetter und die engen Appartements führen aber auch dazu, dass sich die Menschen viel in den Parks aufhalten. Dort wird gemeinsam getanzt, gesungen, gestrickt, gelesen und gespielt. Das Leben spielt sich viel im Freien ab. Es gibt viele Billig-Märkte. Alles ist mit bunten Lichtern geschmückt. Auch die vielen Luxuszentren sind sehr farbenfroh.

Was auch auffällt sind die vielen Raucher. Überall werden billige Zigaretten der verschiedensten Sorten angeboten – ein Raucherparadies sozusagen.

Noch offensichtlicher sind aber all die schlanken Menschen. Um die 99% der Leute hat Idealgewicht. Übergewichtige findet man vielleicht in der Nähe der McDonalds-Filialen. Das chinesische Essen scheint noch gesünder zu sein als das vom Mittelmeer. Trotz sehr reichhaltigem Essen – fast die Hälfte bleibt prinzipiell meist übrig – habe ich mehre Kilo abgenommen und hatte auch kein Sodbrennen mehr. Seitdem überlege ich beim Essen immer, ob ein Chinese es essen würde. Es gibt zwar auch viele sehr spezielle Süßigkeiten, grundsätzlich aber kaum Gebackenes.  Ein Ofen ist in der chinesischen Küche nicht üblich. Dafür gibt es dann schon zum Frühstück in Fett gebratenes Gemüse. Vor Restaurants sieht man oft in Käfigen und Bottichen lebende Tiere, die man sich für seine Mahlzeit aussuchen kann. Darauf haben wir ebenso verzichtet, wie auf die lebenden Skorpione am Spieß, die man sich am Straßenrand frittieren lassen kann. Ich war immer noch am experimentierfreudigsten bei exotischen Angeboten – wurde dafür aber auch als einziger mit Montezumas Rache bestraft. Glücklicherweise wirkte Antjes Reise-Apotheke Wunder. In Anbetracht der hygienischen Verhältnisse sollte man gut vorbereitet sein. Leitungswasser kann man grundsätzlich nicht trinken. Dafür gibt es überall gutes Bier mit wenig Alkohol; und natürlich reichlich Tee. Was wir sehr vermisst haben war guter Kaffee. Den gab es nur bei internationalen Café-Ketten.

Wenn man ohne Führer unterwegs ist, sollte man immer eine Visitenkarte des Hotels bei sich haben, um diese dem Taxifahrer zu zeigen. Englisch spricht hier kaum einer – auch im Hotel oft nicht. Das Personal ist öfter ohne Lächeln und ohne Service-Einstellung – so muss es wohl damals in der DDR gewesen sein. Andererseits ist es allen super wichtig, Geld zu verdienen. Bei den Taxi-Fahrern kann es dann manchmal sein, dass am Ende der vereinbarte Preis mit der Zahl der Personen multipliziert wird.

Doch zurück zu unserem Reiseplan. Beijing ist seit mehreren Jahrhunderten die Hauptstadt und voller Kultur. Die nördlichen Mongolen unter Dschinghis Khan hatten nach ihren Eroberungszügen die Hauptstadt nach Norden verlegt. Vorher war Jahrtausende lang das südlicher gelegen Xiang (gesprochen „Chi an“)  die Hauptstadt. Xian hat uns wie Beijing sehr beeindruckt. Dazu haben auch unsere hervorragenden Guides beigetragen. Für „Chris“ aus Xian ist es ein Ferien-Job. Hauptberuflich ist er Hochschullehrer für internationale Kommunikation. Die Guides waren super freundlich, hilfsbereit und informativ; sie sprechen gutes Englisch und waren auch sehr interessante Gesprächspartner. Ein weiterer Pluspunkt für unsere Agentur. Von den Guides erfuhren wir auch viel Privates und chinesische „Interna“. Die westlichen Vornamen bekommen Chinesen von ihrem Englischlehrer. Die Ausbildung in China besteht allgemein aus extremem Lernen und vielen Prüfungen.  

Xian ist vor allen Dingen bekannt für die Terrakotta-Armee. Aber auch die alte Stadtmauer, verschiedene Museen und die große Moschee sind einen Besuch wert. Seht hier:
https://picasaweb.google.com/108173066733985639005/ChinaXian#

Danach ging es mit dem Flugzeug wieder weiter nach Guilin, der Gegend der beeindruckenden Karstberge und Grotten. Die Schilfrohrflötenhöhle ist riesig und atemberaubend. Durch die tolle bunte Beleuchtung kommen die Strukturen noch besser zur Geltung. Andere Sehenswürdigkeiten mit ausdrucksvollem Namen sind der Elefantenrüsselberg, der Gipfel der Einzigartigen Schönheit und der Park der Sieben Sterne. Von Guilin hatten wir eine 50 km lange Flussfahrt über den „Li“ mitten durch die Karstberge, deren Abbild sich auch auf einem chinesischen Geldschein wiederfindet.

An unserem Ziel in Yangshuo hatten wir dann das beste Hotel auf unserer Reise. Mit dem Fahrrad ging es durch schöne Landschaft zum tausendjährigen Baum, der 1000 Quadratmeter bedeckt, und zum Mondberg-Dorf mit Bootsfahrt und Folklore. Auf dem Weg dorthin fuhr ein Auto kilometerweit neben uns; der Beifahrer hat vom Auto aus dauernd unsere Mädchen fotografiert – das war schon ein wenig unheimlich. Zum Abschluss gab es in Yangshuo eine riesige abendliche Sagen-Aufführung mit mehreren hundert Darstellern auf einem See mit Bergkulisse – natürlich wieder mit bunter Großbeleuchtung. Vor dem nächsten Weiterflug ging es mit dem Auto zurück nach Guilin. Hier die Bilder:
https://picasaweb.google.com/108173066733985639005/ChinaGuilinYangshuo#

Aus unserer nächsten Station n Hong Kong hatten wir zwar ein reserviertes Hotel, waren aber ansonsten auf uns selbst gestellt. Hong Kong ist zwar China, aber doch „irgendwie“ nicht. Später sollten wir mehr dazu erfahren…

Hong Kong hat uns gleich begeistert. Eine tolle Mischung aus China und Westen. Im Hotel und in den Geschäften gab es gleich mehr Freundlichkeit. Es gibt weniger Protz-Autos und auch weniger Armut. Wenn man nur nicht soviel über die Kriminalität gehört hätte…

Die Internationalität zeigt sich gleich dadurch, dass man auf der Straße nicht nur wegen gefälschten Uhren sondern auch wegen maßgeschneiderter Kleidung angesprochen wird. Die Stadt scheint voll zu sein mit indischen Schneidern. Auch Massagen und Bars werden  immer wieder auf der Straße von Werbern angepriesen.

Legendär sind die Elektronik-Märkte in Hong Kong. Ich brauchte noch Zubehör für meine Kamera und wollte die Zeit nutzen. Leider musste ich dabei lernen, dass man vor Betrügern nicht so sicher ist, wie man sich fühlt. Nachdem im Fotoladen mein Vertrauen erschlichen wurde, hat man mir überteuerte, gefälschte Ware angedreht. Schnell habe ich nach dem Kauf die minderwertige Qualität erkannt. Nur mit vereinten familiären Kräften und unter Hinzuziehung der Polizei konnte ich einen Teil des Kaufs rückabwickeln. Dabei waren die Verkäufer super abgebrüht und tricksten auch dabei noch. Im Internet habe ich später viele Einträge über diesen Betrug gelesen. Es scheint massenhaft Opfer zu geben. Hier die Fotos von Hong Kong inklusive Bildern mit schlechter Qualität und Polizei im Fotoladen:
https://picasaweb.google.com/108173066733985639005/ChinaHongKong#

So war ich am nächsten Morgen auch ein wenig erleichtert, als es am Flughafen zu unserer letzten Station Shanghai ging. Leider mussten wir dann beim Einchecken erfahren, wie sehr Hong Kong China-Ausland ist. Die Visa, die ich in Auckland mühevoll bei der Botschaft besorgt hatte, waren nicht mehr gültig und uns wurde der Flug verweigert!  Die Visa waren zwar drei Monate lang gültig, aber nur für eine Einreise. Weder die Botschaft noch die Agentur haben uns darauf aufmerksam gemacht, dass wir bei unserer China-Rundtour durch die Einbeziehung von Hong Kong zweimal nach China einreisen. Wir mussten dann von sieben Uhr morgens bis am Abend auf Ersatz-Visa und neuen Flug warten. In unserer Not mussten wir dazu fast 1.500 Euro für die Visa und Flugumbuchungen zahlen. In der Wartezeit haben wir dann massenhaft andere Opfer dieser Regelung gesehen. Für die Chinesen und die Chinesische Fluglinie ist dies ein äußerst lukratives Geschäft. Wir konnten nur noch von Glück sagen, dass wir nicht das ganze Wochenende über warten mussten, denn dann sind die Behörden natürlich nicht offen.

Für Shanghai war dann schon ein wenig von unserer Euphorie verflogen.  Zum ersten Mal gab es auch nicht fast durchgehend Sonnenschein. Ähnlich wie Hong Kong ist auch Shanghai sehr international. Hier waren neben den Engländern auch die Franzosen; einige Stadtteile - inklusive dem bekannten „Bund“ am Fluss - sind noch von diesen Zeiten geprägt. Die Stadtkulisse ist spektakulär. Hier haben sich einige Architektur-Preisträger mit außergewöhnlichen Bauten verewigt. Auch dies ist aber Teil einer Internationalisierung, die Shanghai das wahrhaftig Individuelle und Chinesische nimmt. Die Einkaufszentren könnten fast so auch in USA oder Europa stehen. Vielleicht ist dies aber auch der Grund, warum sich viele Ausländer in Shanghai besonders wohl fühlen. Das riesige Paulaner Bräuhaus war übervoll – und das bei Preisen von 148 Yuan für eine Maß (ein Liter) Bier – das sind 19 Euro! Auch die Einkommen und Wohnkosten entsprechen hier westlichem Standard. Aber auch hier gibt es wieder Elend direkt neben all dem Glanz. Ich habe auch Bilder von bewohnten Ruinen gemacht:
https://picasaweb.google.com/108173066733985639005/ChinaShanghai#


Fazit: China ist auf jeden Fall eine Reise wert. Unverwechselbare Erlebnisse sind garantiert. Aber es heißt auch aufpassen und nicht unbedingt glauben, dass bald die ganze Welt wie China ist.

Liebste Grüße in die alte Heimat. Wir vermissen euch.
Lothar, Antje, Max, Luisa, Fiona & Julie

Nachträge zur Mail:

Aussprache der wichtigsten Redewendungen:
Hallo: Nie Hau
Danke: Chee Chee


Die U-Bahnen sind in allen Städten hervorragend - sehr zu empfehlen.


Das Internet ist nur eingeschränkt benutzbar. Facebook ist zum Beispiel nicht erreichbar, aber auch der deutsche Focus ist blockiert.

Hier Beispiele über den Shop-Betrug in Hong Kong - seit Jahren wird nichts dagegen unternommen:
http://www.tripadvisor.co.uk/ShowTopic-g294217-i1496-k4717485-Consumer_Council_Nathan_Road_Electronics_Shop_scams-Hong_Kong.html

http://www.virtualtourist.com/travel/Asia/Hong_Kong/Warnings_or_Dangers-Hong_Kong-Shopping-BR-1.html

http://gohongkong.about.com/b/2010/06/11/three-classic-scams-in-hong-kong-1-the-bait-and-switch.htm

http://lifestyle.inquirer.net/super/super/view/20091129-239020/Buying-gadgets-in-Hong-Kong-Careful

http://www.batgung.com/hong-kong-con-avoid-the-scams-and-rip-offs

Montag, 4. Juni 2012

Mail 4.6.2012: Abenteuer am Geburtstag der Queen

Hallo ihr Lieben,

Heute wird hier der Geburtstag der Queen gefeiert; sie ist ja immer noch formelles Staatsoberhaupt des vereinigten Königreichs und damit von Neuseeland.

Antje, Fiona, Julie und ich haben den freien Tag für einen Ausflug genutzt, den uns unsere Nachbarin Erica schon lange empfohlen hat.

Erica - die Partnerin von Athol, dem Rasenmäher -  arbeitet unter anderem (die Neuseeländer haben oft mehrere entspannte Jobs bis ins hohe Alter) als Köchin in einem Café. In diesem Café röstet sie auch die Kaffeebohnen. Die Cafés in Neuseeland verkaufen übrigens meist hervorragenden Kaffee – auch weil sie die Bohnen oft selbst rösten. Das alles allein konnte uns allerdings nicht zu unserem Ausflug bewegen. Vielmehr ist es die angeschlossene Glühwürmchen-Höhle, die für eigentliche Attraktion sorgt.

Wir sind ja quasi schon Glühwürmchen-Höhlen-Experten, seit wir auf unserem Weg zur Südinsel in Waitomo Halt machten:
https://picasaweb.google.com/108173066733985639005/YvonneFranz#5737415088468333506

 

Wir fuhren also heute Mittag entspannt los. Dabei ist es immer wieder faszinierend, wie schnell hinter der Stadtgrenze die Menschendichte gegen null schrumpft – die Neuseeländer nennen es aber nicht Einsamkeit sondern Abgeschiedenheit. Schon 41 km vorher wurden Nikau Café und Höhlen angekündigt:
https://picasaweb.google.com/108173066733985639005/Nikau#

Nach der Begrüßung durch Erica und einem leckeren Mittagessen im Café stellte sich Philip von der Café-Kasse dann als Höhlen-Führer vor. Jeder bekam einen Schutzhelm und eine Taschenlampe. Vorher hatte uns Erica schon gesagt, dass wir am besten mit Ersatz-Kleidung kommen, da es in der Höhle nass ist. Es weiß ja jeder, wie es in den Höhlen von der Decke tropft. Alle weiteren Warnungen taten wir als reine Vorsichts-Warnungen ab - in Waitomo kann man in Festkleidung die Höhle besuchen. Nachdenklicher wurden wir dann, als uns gesagt wurde, wir sollten auf alles elektronische verzichten. Später hatte ich dann sogar Angst um meinen Autoschlüssel…

Mit Helm und Taschenlampe ging es einen Hügel hinan – immer auf der Hut vor den Hinterlassenschaften der vierbeinigen Hügelbewohner. Dann standen wir vor dem versteckten Höhlen-Eingang. Philip erwähnte, dass wir jetzt für anderthalb Kilometer kein Tageslicht mehr sehen würden. Es wurden dann lange anderthalb Stunden…

Die Höhlen sind super schön und faszinierend mit Stalagmiten und Stalagtiten – so wie wir das aus dem Erdkundeunterricht kennen. Im Gestein der Höhlen finden sich Muschelschalen – es war also früher einmal Meeresgrund. Wenn man die Taschenlampen ausschaltet, sieht man an den Decken überall die Glühwürmchen leuchten – ein traumhafter Anblick. Die Glühwürmchen sind allerdings nicht die Tiere, die wir aus lauen Sommernächten kennen und die mit dem Licht Partner anlocken. Vielmehr sind die Höhlentiere eigentlich Spinnentiere. Sie lassen gerade Spinnen-Fäden herab und locken mit dem Licht Insekten an.

Die Höhlen sind oft viele Meter hoch und bilden dann regelrechte Säle. Zwischendurch kann es aber eng werden – und heute wurde es super eng. Wir haben im Endeffekt einen ganzen großen Hügelberg unterquert – es war also oft eher ein Tunnel. Dabei ging es immer einen kleinen Bach entlang. Es ist sicherer, im Bach zu laufen, weil man sonst von außen in den Bach rutschen kann. Teileweise wurde es aber so eng, dass wir auf allen Vieren – Knien und Ellbogen – im Wasser kriechen mussten.  Ich musste immer wieder an entsprechende Hollywoodfilme denken und wollte mir nicht ausmalen, wie wir in den langen engen Tunneln feststecken könnten. Nachdem wir es dann aber geschafft hatten, war das Gefühl umso schöner, ein echtes Abenteuer erlebt zu haben. Ganz stolz sind wir auch auf unsere Kinder – alle anderen „Touristen“ waren im Alter 20-40 Jahre.

Antje tritt morgen übrigens ihre neue Stelle an – drückt ihr also die Daumen:
http://www.familydoctorsatsmales.co.nz/staff.htm


In unserer neuen Küche fühlen wir uns schon super wohl, und ich habe einiges im Bild festgehalten:
https://picasaweb.google.com/108173066733985639005/AnUnseremHaus


Es erwarten euch also Abenteuer und leckeres Essen – wir freuen uns auch schon auf euch.
Liebste Grüße in die alte Heimat.
Lothar, Antje, Max, Luisa, Fiona & Julie

Donnerstag, 24. Mai 2012

Neuseeland Einschätzung nach über einem Jahr

Positiv

·         Wunderbare Natur, alle Landschaftsformen Europas sind auf kleinstem Raum vorhanden

·         Die Küstenlänge entspricht der der USA, das Meer ist immer in der Nähe

·         Unendliche tolle Sandstrände ohne Gebühren und Belästigungen

·         Auch Alpen und Wintersportgebiete immer in der Nähe

·         Urwälder mit gut erschlossenen Wanderwegen

·         Viele Tourismus-Angebote; nicht überlaufen

·         Alle möglichen Freizeitsportarten werden angeboten

·         Doppelt so viele Sonnenstunden im Vergleich zu Köln

·         Regen heftig, aber kurzzeitig

·         Klarste Luft; deswegen auch unglaublich intensive Sonnen-Auf/Untergänge und Regenbögen

·         Klarstes Wasser, laufende Kontrolle

·         Super Umweltschutz unter Einbeziehung der Einwohner

·         Sehr gut strukturierte Webseiten der Verwaltungen für Informationen und Feedback

·         Umfangreiche Bürgeranhörungen als Basis für politische Entscheidungen

·         Hunderegulierungen, zum Beispiel für Strandnutzung; kaum Probleme mit Hunden und ihren Hinterlassenschaften

·         Keine extreme Hitze, keine private Klimaanlagen erforderlich

·         Im Norden milde Winter; geringe Bau- und Heizungskosten

·         Keine gefährlichen Tiere an Land und im Meer

·         Kaum landwirtschaftliche Schädlinge und Krankheiten

·         Alle europäischen und subtropischen Pflanzen wachsen hier

·         Dazu neuseeländische Fauna; unglaubliche Vielfalt and Nutz- und Zierpflanzen

·         Teilweise dreifache Ernten

·         Frischer und sauberer Fisch aller Arten

·         Freiland-Tierzucht, auch von Wildtieren

·         Atomkraft und Atomwaffen sind tausende Kilometer entfernt

·         Strom durch Wasserkraft

·         Eigene Gasvorkommen

·         Viel Land, besonders auch an der Küste

·         Günstige Immobilien; großes Angebot, da der Wechsel sehr kostengünstig ist

·         Kein Religionsterror

·         Keine Terroristen

·         Keine illegalen Einwanderer

·         Alle Einwanderer müssen die Nützlichkeit für das Land beweisen, daher keine Einwandererfeindlichkeit

·         Einwanderer müssen gutes Englisch sprechen, dadurch bessere Integration

·         Einwanderer-Kinder besuchen auch die höheren Klassen und Universitäten, dadurch  bessere Integration

·         NZ muss keine anderen Länder subventionieren

·         NZ hat nur eine geringe öffentliche Verschuldung

·         Stark vereinfachte und geringe Steuer

Kein Steuerberater erforderlich, keine Grunderwerbssteuer

·         Höchster Anteil von Selbstständigen; kaum Businesshürden

·         Höchster Anteil von Hausbesitzern

·         Erheblich weniger Abgaben für Versicherungen und Versorgungen

·         Viel geringere Gesundheitskosten

·         Hohe Lebenserwartung

·         Keine Zwangsabgaben wie GEZ, Schornsteinfeger, GEMA, Kammern

·         Keine Zwangskosten wie Notargebühren, Fahrstunden, Bootsführerschein, Angelschein

·         Vermeidung juristischer Auseinandersetzungen und Abmahnungen

·         Beste Pisa-Resultate; NZ ist Schulbank für viele asiatischen Länder

·         Förderung statt Auslese in der Schule; bessere Kooperation Schüler - Lehrer

·         Kaum Analphabeten

·         Internationale Forschung

·         Weltweit geringste Korruption

·         Kaum Kriminalität (Devonport hat dabei  noch die geringste in NZ)

·         Hohe politische Freiheit, große Pressefreiheit

·         Hohe Menschenrechte

·         Gute Geburtenquote

·         Kaum sozialen Spannungen

·         Unglaubliche Freundlichkeit

·         Entspannte Lebensweise

·         Tolles Arbeitsklima

·         Super Öffnungszeiten

·         Sehr viele tolle Radiosender

·         Viele Oldtimer Fahrzeuge

·         Keine militärische Bedrohungen; kaum militärische Verpflichtungen

·         Geringe Gefahr bei übertragbaren Krankheiten (von Tropenkrankheiten bis HIV)

·         Mitteleuropäische Kultur

·         Friedliches Auskommen mit den Ureinwohnern; deren Kultur ist bereichernd

·         Als Deutscher sieht man so aus wie die Mehrheit der übrigen Bevölkerung

·         Deutsche sind sehr gut angesehen; die Leute lieben den deutschen Akzent

·         Englisch ist für Deutsche leicht zu lernen

·         Englisch ist die internationale Sprache für Wissenschaft, Wirtschaft und Tourismus

·         Assoziation mit Australien und Südpazifikländern; Aufenthaltsrechte gelten wechselseitig

·         Gleiche Stromeigenschaften wie in Deutschland; alle Geräte können verwendet werden



Negativ


·         Hohe Selbstmordquote bei Jugendlichen

·         Häufige Asthma-Erkrankung

·         Häufiger Sonnenbrand und schwarzer Hautkrebs wegen klarer Luft

·         Erdbeben im Süden bei Christchurch

·         Überdurchschnittliche Gefahr von Vulkanausbrüchen

·         Milch wird fast nur in Plastikflaschen verkauft

·        Kaum Käsetheken, wenig Auswahl und hohe Preise bei Milchprodukten trotzt hoher Milchproduktion

·         Kein Amazon

·         Geringere Auswahl bei Technikprodukten

·         Höhere Preise bei seltenen Technikprodukten

·         Ureinwohner haben hohen Anteil an negativen Statistiken; werden verhätschelt

Fazit


„Godzone“ – wie das Land von den Bewohnern auch genannt wird - ist fast das Paradies auf Erden. Hier ist die Welt noch ziemlich heil. Vor dem Einwandern stehen aber hohe Hürden, weil so viele Menschen hier leben wollen.

Sonntag, 13. Mai 2012

Mail 13.5.2012: Alles Liebe zum Muttertag

Hallo ihr Lieben,

Bei uns hatten die Kinder schon ein wunderschönes Muttertags-Frühstück vorbereitet. Ich habe die Gelegenheit genutzt und dabei auch die Küche fotografiert, die jetzt endlich fast fertig ist. Auch der neue Gas-Kamin wärmt uns schon wunderbar. Hier die Bilder:
https://picasaweb.google.com/108173066733985639005/AnUnseremHaus

Rechtzeitig zum Muttertag haben jetzt auch Antjes Mutter und Tante ihren Flug zu uns gebucht. Sie werden vom 10. Dezember bis 7. Januar bei uns sein. Wir freuen uns schon sehr.
Antje hat zum Juni eine neue Stelle bekommen. Die Praxis ist kleiner und persönlicher. Die Bezahlung ist noch besser, keine Wochenenddienste mehr und auch viel weniger Fahrzeit. Freundlich sind hier sowieso Alle.

So, jetzt muss ich mich aber beeilen; gleich geht es los mit dem Segeln.

Liebste Grüße in die alte Heimat.
Lothar, Antje, Max, Luisa, Fiona & Julie

Mittwoch, 2. Mai 2012

Mail 3.5.2012: Hallo Deutschland

Hallo ihr Lieben,

Inzwischen ist es hier zwar etwas kälter geworden, wir haben aber sehr viel Sonnenschein. Wir hatten mit Yvonne & Franz und Kindern zusammen zwei  wunderschöne Wochen – leider viel zu kurz. Wir haben tausende Fotos gemacht. Einen Ausschnitt meiner Fotos könnt ihr hier sehen:
https://picasaweb.google.com/108173066733985639005/YvonneFranz
Vielleicht bekommt ihr ja auch Appetit…

Wir bekommen jetzt auch immer mehr Appetit auf die heimische Küche. Wir essen sehr viel Avocados mit Zitrone, Salz und Pfeffer, vielleicht auch Creme Fraiche. Hier gibt es sie im Überfluss und sie sind auf den Punkt gereift. Zum Entkernen einfach mit einem gewellten Messer in den Kern schneiden, dann den Kern damit drehen.
Sehr lecker und in allen Varianten verfügbar sind auch Humus-Dips:
http://www.lisas.co.nz/
http://de.wikipedia.org/wiki/Hummus

Sehr viel Spaß macht uns das Segeln. Wir hatten jetzt sogar unsere ersten Rennen. Über das Segeln lernt man nicht nur viel über Boote und Knoten, sondern man erfährt auch viel über die Natur des Windes und des Meeres. Einfach super toll.
Neuseeland ist auch ein Vögel-Land. Sie finden reichlich Nahrung, haben kaum Feinde und nutzen den Wind. An unserem Haus segeln sie das Kliff entlang, wo sie von den Aufwinden getragen werden. Im Meer tauchen sie minutenlang nach Fischen. Leider fressen sie auch fast alle unsere Feigen auf. Besonders schön sind natürlich die bunten Papageien-Vögel.

Habt ihr inzwischen auch UFOs beim Auto-Service? Diese runde Scheibe biept und blinkt, wenn man das Auto wieder abholen kann.

Im Supermarkt ist jetzt neben dem Komplettservice mit Einpacken der Einkäufe auch immer mehr die Selbstbedienung an der Kasse im Kommen. Man scannt selbst und zahlt dann am Automaten.
Hubschrauber dienen hier nicht nur Rettungs- und Touristenflügen. Eine kleine Version fliegt mit einer Art Schöpfkelle am Seil die Küsten entlang und entnimmt Wasserproben. Auf die Sauberkeit des Meerwassers wird höchsten Wert gelegt. Immer mehr Regenwasser-Abflüsse werden mit Bildern versehen; sie erinnern daran, dass dort nichts Anderes weggeschüttet werden darf.

Die Kinder fühlen sich in der Schule immer wohler. Es ist unglaublich, wie gut sie auch im English-Unterricht schon geworden sind. Selbst Julie liest sowohl deutsche als auch englische Bücher.
Ich werde jetzt Mitglied im Rotary-Club.  Ich bin sonst nicht gerade Fan von Organisationen, aber Rotary unterstützt wichtige Werte ohne Bevormundung:
http://de.wikipedia.org/wiki/Rotary_International

Seit 1. April ist hier keine Sommerzeit mehr. Wir sind euch nur noch 10 Stunden voraus.
Noch einmal ganz viele, herzliche Glückwünsche zur Hochzeit an meine liebe Schwester Astrid und Norbert. Alles Liebe und Gute für euren gemeinsamen Lebensweg.

Liebste Grüße in die alte Heimat. Wir vermissen euch.
Lothar, Antje, Max, Luisa, Fiona & Julie

PS:
Weitere Neuseelandinfos findet ihr in unserem Blog:
http://bongartz.blogspot.com/

Hier ist unser Blog auch gelandet:
http://www.workandtravelmag.com/die-10-besten-work-and-travel-neuseeland-erfahrungsberichte-im-ueberblick

Bilder findet ihr in unserem Fotoalbum:
https://picasaweb.google.com/108173066733985639005

Sonntag, 11. März 2012

Mail 11.3.2012: Neuseeland-Herbst


Hallo ihr Lieben,

Inzwischen ist hier der Herbst eingekehrt. Zum Glück können wir immer noch draußen schwimmen. Unsere Gäste aus Deutschland sind zurückgekehrt.  Vorher haben Max, Stefan und ich noch meine neue Angel bei einer Boots-Angeltour ausprobiert. Wir haben gelernt, dass sich Tintenfische gut als Köder eignen, um die leckeren Snapper-Fische oder Gelbschwanz-Makrelen zu angeln. Das Ausnehmen der Fische war dann eine Herausforderung, die wir gemeinsam gemeistert haben. Wir haben danach eigenen frischen Fisch vom Barbecue gegessen. Hier die Bilder:


Hier die Webseite der Angeltour:




Ich habe ja schon eine Album für besondere Autos angelegt:


Jetzt war wieder die jährliche Auto-Show an Julies Schule. Dazu ein eigenes Album:




Luisa wird mit ihrer Freundin Christiane aus Deutschland - die hier ihr Auslandsjahr verbringt – auf ein Lady Gaga-Konzert gehen:




Unser Erdgeschoss ist immer noch unbewohnbar. Küche und Boden sind im Rohbau fertig. Wir warten jetzt noch auf die Arbeitsplatten und das Ölen der Holzplanken. Max und ich haben am Wochenende mit einem „Trench-Digger“ einen 60 cm tiefen Graben ums Haus angelegt, um zusätzliche Stromkabel für all die neuen Elektrogeräte verlegen zu können. Das Gerät ist eine Mischung aus Bagger und riesiger Kettensäge. Hier die Bilder:




Heute haben Max, Fiona und ich unsere erste Segel-Stunde genommen. Wir haben erst einmal Theorie gelernt. Nächstes Wochenende geht es dann raus aufs Wasser. Zum Glück ist die Segel-Schule - genau wie die Windsurfing-Schule - nur hundert Meter von unserem Haus entfernt.

Hier die Webseite vom Yachtclub:


Wir haben allerdings nächste Woche starke Konkurrenz, weil dann das Volvo Ocean Race in Auckland stattfindet:




Am Ende des Monats kommen unsere nächsten Gäste aus Deutschland. Mit ihnen werden wir dann zum ersten Mal auf die Südinsel fahren, wo unsere Gäste aus Wuppertal ja schon gewesen sind. Wir freuen uns sehr.



Für unsere nächsten großen Ferien im Juli haben wir jetzt eine große China-Rundreise gebucht. Wir werden unter anderem Shanghai, Peking, Guangzhou und Hong Kong besuchen.

Astrid wird wieder heiraten. Herzlichen Glückwunsch und die allerbesten Wünsche von uns dazu!

Leider haben wir  auch Post von der Familienkasse bekommen. Wir müssen alles Kindergeld zurückzahlen, obwohl wir in Deutschland weiter Steuern zahlen. Auch haben wir festgestellt, dass wir in Deutschland gar nicht mehr Auto fahren können. Als einziges Land weltweit verlangt Deutschland die Rückgabe der nationalen Führerscheine, sobald man hier eine zusätzliche Fahrerlaubnis erwirbt. Auch die internationalen Führerscheine werden dann ungültig, da diese an den jeweiligen nationalen Führerschein gekoppelt sind. Mein Kommentar dazu würde hier in Neuseeland im Radio mit einem Piep-Ton überblendet….

Liebste Grüße in die alte Heimat. Wir vermissen euch.

Lothar, Antje, Max, Luisa, Fiona & Julie

PS:

Weitere Neuseelandinfos findet ihr in unserem Blog:




Bilder findet ihr in unserem Fotoalbum: